CDU aktuell

Sowohl der Impulsvortrag unseres CDU-Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum, als
auch die anschließenden Fragen und Statements einiger der gut 60 Anwesenden beim
Frühschoppen im Brauhaus 2.0 am Sonntag verdeutlichten, wie die vergangenen Tage Europa
veränderten. Krichbaum selbst erklärte: „Man glaubt es mitunter nicht, wie schnell in Europa
77 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs so etwas Undenkbares wie dieser
Angriffskrieg eingetreten ist.“ Trotz aller möglichen Anzeichen im sich über Jahre
zuspitzenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine habe der 24. Februar alle
Dimensionen gesprengt: „Das darf uns nicht egal sein – und ist es auch nicht.“
Dabei erwähnte Krichbaum neben einer großen Welle der Hilfsbereitschaft vieler Länder die
scharfen politischen Sanktionen gegenüber Russland, an denen es festzuhalten gelte, ohne
selbst Kriegspartei zu werden – auch wenn die Konsequenzen der Sanktionen hierzulande zu
spüren seien, wie er mit Blick zur gegenüberliegenden Tankstelle bestätigte. Umso mehr
müsse sich Deutschland – nicht nur in Sachen Energie – von wirtschaftlichen Abhängigkeiten
lösen oder sie neu überdenken. Auch die Funktion der Ukraine als „Kornkammer Europas“
kam zur Sprache: „Männer, die im Feld stehen, können nicht auf dem Feld stehen“, bemerkte
Krichbaum, wobei ein Großteil des Weizens aus der Ukraine und Russland nicht in die EU,
sondern in den Nahen und Mittleren Osten fließe.
Die NATO sei nun enger zusammengerückt denn je und auch das Durchhaltevermögen der
ukrainischen Bevölkerung trotz umzingelter, ausgetrockneter Städte sei nicht zu
unterschätzen: „Selbst, wenn Putin militärisch gewinnen sollte, ist dieser Krieg in meinen
Augen nicht gewinnbar.“ Wie die Situation weitergehe, sei schwer zu sagen – Krichbaum
gehe aber davon aus, dass die Sanktionen Wirkung zeigen werden. Neben den auch im
Enzkreis erwarteten Flüchtlingen aus der Ukraine regte er an, Städte- und
Gemeindepartnerschaften zu schließen, von denen es in Baden-Württemberg zur Ukraine erst
13 gebe. Das brauche zwar Zeit, aber wenn man das „R“ weglasse, könne auf schnellem
Wege eine Paten-Schaft mit konkreter Hilfe entstehen: „Auch wenn sich eine russische
Vorherrschaft ergeben würde, müssen wir uns um die Menschen kümmern.“

Neben der fortwährenden Welle der Hilfsbereitschaft für die Ukraine setzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum weiter auf wirtschaftliche Sanktionen als Druckmittel. Foto: Zachmann

« Windkraftstandort im Buchwald Mit dem Jäger auf der Pirsch »